Die Wahrheit steckt im Filtermix in der modernen Fotografie

Fotoeffekte Foto Mahlke

Egal welches Fotomagazin ich lese, überall wird erklärt wie ich einen ausgefransten Himmel in Photoshop, On1 oder anderswo ersetzen kann, um ein schönes Landschaftsfoto zu erzeugen.

Oder wie ich störende Bildelemente entfernen kann. Oder wie ich im Porträtmodus die scharfe Zeichnung weicher mache und damit das Gesicht gefälliger.

Das ist ja alles ok aber es ist nicht mehr das originale Foto.

Und deshalb steckt die Wahrheit im Filtermix. Früher wurde ein Filter auf ein Objektiv geschraubt, um Sonnenlicht besser einzufangen oder die Farbgebung zu beeinflussen.

Dann kam der Kreativmodus auf dem Einstellrad der Digitalkamera.

Und dann kamen die Kreativfilter von Olympus, die Art-Filter, die später dann Effektfilter genannt wurden und dann einfach Effekte.

Ja die Effekte sind auch Filter, weil es Filtereffekte sind. Einmal wird etwas hereingefiltert und einmal wird etwas herausgefiltert.

Das ist heute akzeptierter Standard. Der dramatische Effekt und die HDR-Variante werden gerne für Reportagen eingesetzt, der Weichfilter gerne, um Politiker gefällig zu zeigen und andere Effekte, um spezielle Wirkungen zu erzielen.

Das ist im Druck ebenso wie online.

Erst danach fangen die Bildmontagen an, die Elemente weglassen, ersetzen oder einfügen.

Und bei Smartphones ist dies alles schon eingebaut oder schickt jemand auf Instagram ein Foto ohne Filter?

Und so ist die Wahrheit heute im Filter und wir müssen sie wieder rausfiltern – oder auch nicht, denn wer will schon ganz ohne Filter leben.

 

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